Aktuelles22.08.2017

Mit der pflegenden Hand Zukunft gestalten

Nein, die Dombauhütte macht natürlich keine Sommerpause. Und über ein Sommerloch kann sie sich ebenfalls nicht beklagen. Im Gegenteil: Gerade in den warmen Monaten sind die Bedingungen optimal, um Mauerwerk, Gebälk, Fensterfassungen und wo sonst noch der Zahn der Zeit nagen könnte, umfassend zu inspizieren und vermeintliche Kleinigkeiten zu beseitigen.
Kleinigkeiten, die jahrelang unberührt blieben, weil ihnen keine dringliche Priorität zugeordnet wurde, haben in der Vergangenheit jedoch zu problematischen Schäden geführt. „In vielen Fällen ist der kleine Riss, der Sprung im Stein für sich gesehen zwar kein Drama, kann aber unter Umständen Folgen nach sich ziehen“, gibt Dombaumeister Helmut Maintz (Foto, mit Team auf dem Dach) zu bedenken. Wenn nämlich durch bröckelnden Mörtel Steine sich lockern oder Feuchtigkeit durch Risse eindringt und die Bausubstanz durchdringt. „Kennen Sie die Theorie vom Butterfly-Effekt? Dass sinnbildlich ein Flügelschlag eines Schmetterlings einen Sturm verursachen kann?“, deutet Helmut Maintz mit seiner rhetorischen Frage an: Je mehr Kleinigkeiten direkt beseitigt werden, desto unwahrscheinlicher ist, dass größere Mängel überhaupt erst entstehen.
Deswegen hofft der Karlsverein auch während einer Zeitspanne, in der es relativ ruhig zu sein scheint rund um den Aachener Dom und auch (noch) keine neuen Großprojekte laut beworben werden, auf Unterstützung seiner Mitglieder. „Um mit der pflegenden Hand die Zukunft unseres Aachener Domes zu sichern und zu gestalten, brauchen wir Handlungsspielraum“, gibt der Vorsitzende Hubert Herpers zu bedenken. Heißt: Jede Spende hilft, Helmut Maintz und der Dombauhütte schnelles Reagieren zu ermöglichen, wenn mal wieder eine Kleinigkeit ins Auge fällt…

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