Aktuelles10.07.2017

Sechzehneck: „Die Zielgerade ist erreicht!“

Dombaumeister Helmut Maintz kann über ein Sommerloch nicht klagen, denn zu tun gibt es immer genug am und rund um den Aachener Dom. Am Bleidach Sechzehneck erfreulicherweise allerdings nicht mehr allzu viel, denn dieses Projekt steuert nun endgültig auf einen erfolgreichen Abschluss zu, wie er exklusiv berichtet, um die Mitglieder des Karlsvereins auf den Stand der Dinge zu bringen.
Arbeiten am Bleidach ©Dombauhütte Aachen„Mit den Arbeiten befinden wir uns gerade auf der Zielgeraden. Zurzeit werden an vielen Stellen die Anschlüsse und Übergänge zu den Kapellenanbauten erstellt, eine sehr kleinteilige Arbeit, die uns dementsprechend auch lange aufhält. Die Temperaturen der vergangenen Tage sind nicht nur für das Bleidach, sondern auch für die Handwerker eine Herausforderung. Das Blei wird in der Sonne bis zu 60° warm, tatsächlich sogar so heiß, dass man es nicht anfassen kann. Ich selbst habe dies auf meiner täglichen Baustellenrunde festgestellt, wo ich mich beim Gehen abstützen wollte, dann aber sehr schnell die Hand wieder weggenommen habe… Auch für die Dachdecker ist dies natürlich eine Ausnahmesituation: Hitze von oben und Hitze von unten. Deshalb werden über Tag auch die Arbeitsstellen im Bereich des Sechzehnecks möglichst gewechselt, um viel im Schatten arbeiten zu können.
Aber auch für das neue Bleidach ist dies die erste Herausforderung. Sonneneinstrahlung heißt Erwärmung, Erwärmung heißt Längenausdehnung. Dafür sind die einzelnen Bleischaren ja untereinander nur gefalzt, sodass sich gegeneinander verschieben können. Auch über die neuen Stufen kann sich das Blei nach vorne ausdehnen. Bisher scheinen wir alles richtig gemacht zu haben, denn die ersten Kontrollgänge in den letzten Tagen haben keine Risse im Blei offenbart. Aber die nächste Herausforderung wartet schon, wenn es nun des Öfteren Gewitter gibt. Das heißt Abkühlung des Bleis in kürzerster Zeit und damit wieder Längenverkürzung.“

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10.07.2017 | 11:07
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