Aktuelles21.02.2018

Marketing Club Aachen zu Gast im Dom

Der Marketing Club Aachen (MCA) ist bei seiner jüngsten Monatsveranstaltung auf Einladung von Karlsverein-Dombauverein und Domkapitel zu Gast im Aachener Dom gewesen. Das Interesse der MCA-Mitglieder war immens: Aus organisatorischen Gründen musste die Teilnehmerzahl auf 80 begrenzt werden, es gab zudem noch eine Warteliste.
Der Begrüßung durch Dompropst Manfred von Holtum schlossen sich zunächst 45-minütige Führungen durch den Dom in vier Gruppen an, eine von ihnen durch den Dompropst selbst geleitet. Die Gäste lernten viele interessante Details des Domes kennen und erfuhren Wissenswertes um das Sakralgebäude und seine Geschichte – was inhaltlich weit über die Standardführungen hinausging, die im Dom nahezu täglich für alle Interessierten angeboten werden.
Anschließend zog die Gruppe ins benachbarte S-Forum der Sparkasse am Münsterplatz, direkt gegenüber vom Dom um. Noch mehr spannende Informationen schlossen sich an – in Form von Vorträgen von Hubert Herpers und Manfred von Holtum. Der Dompropst sprach darüber, was das Marketing für den Aachener Dom ausmacht und warum es für Image und Erhalt des Gotteshauses von immenser Wichtigkeit ist. Er erinnert an seinen Vorgänger Dr. Hans Müllejans, der auch lange nach seinem Tod – nicht zuletzt auch in Zusammenhang mit der von ihm begründeten Stiftung – als „begnadeter Bettler für den Dom“ bekannt ist. Sein Einsatz habe vieles möglich gemacht oder dafür zumindest den Weg geebnet. Zu den Meilensteinen der im Vorjahr nach mehr als 30 Jahren abgeschlossenen Rundum-Sanierung des Domes zählte Manfred von Holtum die Mosaike, die Dächer und die Marmorböden. Marketing (auch) als Mittel einzusetzen, um Aufmerksamkeit auf die Belange des Domes zu lenken und so dessen Erhaltung zu sichern: Dieser Ansatz hat sich mit der Heiligtumsfahrt 2014 weiterentwickelt. Sie sei richtungsweisend gewesen für moderne, sprich digitale Kommunikation und Fundraising. Als Ausblick auf Highlights 2018 wies der Dompropst auf das Welterbejahr mit vielfältigen Aktionen und der Festwoche vom 22. bis 30. September hin.
Hubert Herpers als Vorsitzender des Karlsvereins sprach in seinem höchst interessanten Vortrag vornehmlich über Geschichte und Anliegen des Vereins sowie der ihm angegliederten Stiftungen. Er ging insbesondere darauf ein, wie viel die Mitglieder und Förderer des Karlsvereins dank ihrer großzügigen Spenden in den 171 Jahren seit Gründung bereits ermöglicht haben. Während in der Vergangenheit Sanierung und Restaurierung im Fokus standen, richte sich mit Abschluss der über drei Jahrzehnte systematisch durchgeführten Maßnahmen nun der Blick viel stärker „auf das, was Dombaumeister Helmut Maintz gern als die pflegende Hand bezeichnet“, so Herpers. Ziel sei, langfristig Schäden zu vermeiden, bevor sie überhaupt umfangreiche und damit auch kostenspielige Maßnahmen verursachen. Doch über diese dem Dom verbundenen Zwecke hinaus sei der Karlsverein natürlich auch in vielerlei anderer Hinsicht aktiv. Hubert Herpers erwähnte als Beispiel Fremdprojekte wie die Kinderdomführer, die vom Karlsverein unterstützt werden.
Auch die Mitglieder selbst kämen nicht zu kurz, hätten bei mannigfaltigen Veranstaltungen das ganze Jahr über immer wieder die Gelegenheit, „ihren“ Dom noch näher und aus immer wieder neuen Perspektiven kennenzulernen. „Ein Blick auf die Veranstaltungsliste des Karlsvereins lohnt sich“, lud der Vorsitzende alle Anwesenden dazu ein, gern mal auf der Internetseite zu stöbern. Und auch mehr über die bemerkenswerte Liste der Jahresschriften zu erfahren, die mit jährlich wechselnden Themen fachliche Hintergründe und aktuelle Forschung rund um den Dom in Wort und Bild darstellen. Mitglieder erhalten diese kostenlos. Was aber sicher nicht der einzige Grund war, warum zahlreiche Angehörige des Marketing Clubs bei dem anschließenden Austausch bei Getränken und Fingerfood deutliches Interesse signalisiert haben, selbst nun auch über eine Mitgliedschaft nachzudenken. Immerhin ist der Aachener Dom, so das Fazit, zweifelsohne eines der wichtigsten Marketinginstrumente für die Stadt und Region.
Nachfolgend einige Impression des Abends in einer Fotogalerie: