Aktuelles17.01.2018

Unser Projekt seit 2018: Die Taufkapelle – Kleinod am Domhof

Wenn vom Aachener Dom die Rede ist, haben die meisten Menschen vornehmlich die Kirche vor Augen. Zu der Anlage des UNESCO-Welterbes gehören aber auch der Kreuzgang und die historischen Gebäude, die den Domhof umgeben. An dessen westlichen Ausgang zum Fischmarkt flankiert die Taufkapelle den Komplex.
Ein Vorgängerbau mit derselben Funktion mag schon vorher existiert haben, an heutiger Stelle wird sie indes erstmals 1215 als Johanneskapelle erwähnt. Ihr Nachfolger war im 13. oder 14. Jahrhundert die gotische Taufkapelle, von der bis jetzt mindestens die Nordwand erhalten ist.
Seit 1811 ist das Äußere der Kapelle mit ihrem barocken Dach unverändert. Das allerdings macht zunehmend Probleme, denn bei der Sanierung von 1984 bis 1986 lag das Augenmerk auf dem Innenausbau mit Stuck und Boden, während die Schieferabdeckung nur überarbeitet, nicht aber erneuert wurde.
Schäden vorbeugen, Raum schützen
„Der Belag entwickelt sich nun zu einer Schadensquelle“, erklärt Dombaumeister Helmut Maintz. Der Schiefer lasse mittlerweile durch Lücken und Risse Feuchtigkeit durch, was den hölzernen Unterbau in Mitleidenschaft ziehe, „wenn nicht bald etwas passiert“.
Im schlimmsten Fall könnte das Holz darunter faulen, dadurch noch mehr Feuchtigkeit durchlassen, was den Stuck der Innenraumdecke auf lange Sicht bröckeln lassen, sogar zerstören könnte. „So weit lassen wir es nicht kommen“, kündigt Helmut Maintz daher Maßnahmen ab Frühjahr 2018 an.
Da die Holzkonstruktion unter dem Dach noch in Ordnung ist, wird bei dieser nur die Zu- und Abluft in Augenschein genommen, auf die alte Verschalung wird eine neue aufgesetzt, Regenrinnen und Fallrohre werden dann in einem Rutsch verbessert.
    • „Vor allem aber muss der Schiefer erneuert und korrekt gedeckt werden. Bitte unterstützen Sie uns dabei, das zu realisieren!“
 
    Helmut Maintz, Dombaumeister

Ein Informationsblatt zu diesem Projekt ist ab sofort beim Karlsverein und per Klick auf diesen Direktlink als kostenloser Download erhältlich. Sehen Sie hier einen WDR-Bericht zum Start des Projektes: